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Artikel:Lernen im Kindergarten                               
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Lernen im Kindergarten
(Artikel in Kinder, Kinder, 2004, copyr. Gabriele Kubitschek)


Ene - Mene - Mu und raus bist du! Mit den Ergebnissen der Pisa Studien I. und II. hat unser Bildungssystem die rote Karte erhalten. Auf der Suche nach Schuldigen kam die Vorschulpädagogik und die dazugehörenden Pädagogen schnell in den ungerechten Verdacht, durch "Kuschelpädagogik" und unzureichende Ausbildung, Kinder nicht mehr zeitgemäß auf Schule und Leben vorzubereiten.




Wie soll es weitergehen?


Diese drängende Frage erhitzt nicht nur die Fachgemüter. Was bedeutet Lernen für Kinder im Vorschulalter? Lernen gehört für sie sozusagen zu ihrem "Überlebensprogramm". Sie sind ständig in Bewegung, wollen vieles wissen, erforschen und ausprobieren. Sie lernen in diesen so wichtigen ersten fünf Jahren nicht nur ihren Körper zu beherrschen und die Grundlagen ihrer Muttersprache, sondern auch Ängste zu überwinden und Grenzen auszuloten. Dazu nutzen sie alle ihre Sinne, den gesamten Körper und ihre Gefühlswelt.

Lernforscher sprechen davon, dass es das primäre Ziel dieser Phase ist das kindliche Gehirn zu vernetzen. Es geht also darum, eine breite Grundstruktur aufzubauen, die alle späteren Bildungsmaßnahmen (auch jedes Studium) mittragen und färben wird und so die Kinder ihr ganzes Leben lang begleitet.

Doch Lernen im Vorschulalter bedeutet keinesfalls zu "pauken" und möglichst viel abfragbares Wissen anzuhäufen, um es dann bei Bedarf wieder wie ein Computer "auszuspucken"!

Dennoch verbinden viele Eltern mit dem Begriff "Förderung" direkt die Frage nach der Intelligenz ihres Kindes. Seit den achtziger Jahren ist klar, dass die IQ-Werte von einer Generation auf die nächste kontinuierlich ansteigen (Flynn-Effekt*). Weltweit und kulturunabhängig scheinen Kinder einen immer besseren Draht zum logischen Denken zu bekommen.

Doch obwohl die Fähigkeit immer komplexere Fragestellungen zu lösen auf breiter Basis zunimmt, können die Tücken des Alltags von ihnen kein bisschen besser bewältigt werden, als von den Generationen vor ihnen. So stellt sich die Frage, was Intelligenz ist. Meist werden darunter rein kognitive Fähigkeiten eines Kindes verstanden.

Doch gibt es nur eine Form der Intelligenz? Lernforscher wie Howard Gardener geben darauf eine klare Antwort: "Nein!" Er spricht von individuellen Begabungsschwerpunkten und teilt den Begriff der Intelligenz wie folgt ein in: Sprache, Logik, Musik, Körpergefühl, Tanz, Visuelles, soziale und emotionale Fähigkeiten, Natur und Philosophie.

Jeder der neun Begabungsschwerpunkte gilt dabei als gleichwertig.


Die Rolle des Kindergartens als Bildungseinrichtung


Im Vorschulalter wird das Fundament für die grundsätzliche Einstellung des Kindes zum Leben gelegt. Individuell stärkende Lern- und Lebensmuster oder aber Versagensängste werden jetzt geboren und genährt. Deshalb ist diese Phase so wichtig.

Wenn Kinder an sich selbst zu glauben lernen, auf die Bezugspersonen vertrauen können und die Welt entdecken dürfen, werden sie sich zu starken und gesunden Persönlichkeiten entwickeln. Die Entfaltung ihrer kognitiven Fähigkeiten gehört dann als ein natürlicher Baustein mit zu diesem ganzheitlichen Entwicklungs-prozess, denn jedes Kind ist in seinem Herzen ein "Weltmeister" im Lernen wollen.


Basis für Lernerfolg
.....  Auszug aus dem Artikel erschienen bei:  Kinder,kinder - sicher/gesund, 2004

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