BIM-BAM-BINI® . Akademie für Kreativität & Persönlichkeitsentwicklung . Gabriele Kubitschek. 2017
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Artikel:Sprachförderung im Kindergarten                               
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Sprachförderung im Kindergarten
                                           A E I O U - und raus bist Du!

Bei immer mehr Vorschulkindern wird eine Verzögerung in ihrer Sprachentwicklung festgestellt. Die individuellen Gründe hierfür können vielfältig sein. Tatsache ist jedoch, dass gezielte Sprachförderung gerade auch in der Kita immer wichtiger wird.

Das Bedürfnis, Sprache zu erlernen, ist jedem Menschen angeboren. Dabei sind die Bereiche: Sprache, Motorik, Sinnes- und Persönlichkeitsentwicklung sowie kognitive Intelligenz eng miteinander verzahnt.


Während der ersten fünf Lebensjahre durchlaufen alle Kinder zwei Grundphasen
im Mutterspracherwerb (Erstsprache):

·das vorsprachliche Stadium im ersten Lebensjahr
·und das sprachliche Stadium, das etwa mit dem fünften Lebensjahr endet.


Dabei kommt es einmal auf die individuellen Anlagen, auf intakte Sinne (Hören, Sehen, Riechen.Tasten, Schmecken) und viel Bewegung an; zum zweiten auf liebevolle Vorbilder und stabile Beziehungen. Denn die Umwelt bestimmt ganz entscheidend mit, wie gut ein Kind seine angelegten sprachlichen Fähigkeiten nutzen und entwickeln kann.

Dafür gibt es im Vorschulalter zwei grundlegende Bereiche: die indirekte und die direkte sprachliche Förderung. Beide Grundbereiche sind für die Förderarbeit im Kindergarten gleich wichtig. Das Alter der Kinder und ihre individuellen Entwicklungsbedürfnisse bestimmen dabei den methodischen Ansatz, der auf ein ganzheitliches Lernen mit viel Bewegung und Freude am Tun und Erleben abzielt.


Direkte sprachliche Förderung

Überall, wo gereimt, gesungen, erzählt und vorgelesen wird, findet direkte sprachliche Förderung statt. Ziel ist hierbei, die Sprechfreude anzuregen, den Wortschatz zu erweitern und korrekte Satzstrukturen zu erlernen. Dabei
zählt zuerst stets die Freude des Kindes am Erzählen und Sprechen. Beim Schulbeginn werden viele Kinder mit einer zusätzlichen Schwierigkeit konfrontiert:
der Schriftsprache. Viele kindliche Lern- und Verständnisschwierigkeiten haben hier ihre Wurzel. Deshalb ist es wichtig, sie rechtzeitig mit dem Klanglaut der Schriftsprache vertraut zu machen. Möglich ist das durch gemeinsames
Singen, Vorlesen, Sprachrätselspiele, Reime, Quatschverse, kleine Gedichte oder
Fingerspiele.

Anerkennung statt Tadel

Kinder brauchen Erfolgserlebnisse und Lob. Sich Zeit für die Kinder zu nehmen, sprachliche Zuwendung, echte Ermutigung und Vertrauen schenken das stärkt ihre: Konzentrationsfähigkeit, ihr Selbstbewusstsein sowie ihre Lernfähigkeit.


Alle negativen Reaktionen während eines Gespräches wie:

·Abwertende Mimik oder Gestik
·Abwertende Stimmführung und Adultismus
·Ungeduld
·fehlender Blickkontakt oder Nichtbeachtung


haben Folgen und werden von Kindern leicht als Strafe gewertet!  Sie können bestehende
Ängste, aggressives Verhalten und Minderwertigkeitsgefühle vertiefen.

Lernfähigkeit und Motivation  hat sehr viel damit zu tun, ob man sich in einer Situation wohl fühlt!


Mehrsprachigkeit als Chance

Kinder brauchen zuerst ihre Mutter (Erst)-sprache. Sie gehört zu ihren Wurzeln und nur auf ihr als Basis können weitere Sprachsysteme stabil aufgebaut werden. Mit dem Eintritt in den Kindergarten kann es für mehrsprachig aufgewachsene Kinder zu einem Bruch im Mutter- (Erst) -sprachenerwerb kommen. Als Folge hiervon oder durch Überforderung besteht die Gefahr einer so genannten „doppelten Halbsprachigkeit“ (Ich gehen a Casa). Unbewusst vermischen die Kinder dann beide Sprachen miteinander und erlernen so keine davon wirklich gut. Um dem vorzubeugen, ist es wichtig, dass sie zu Hause weiter ihre Muttersprache pflegen dürfen und im Kindergarten Deutsch erlernen können.

.....  Auszug aus dem Artikel erschienen bei:  Kinder,kinder - sicher/gesund, 2004

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